Endlich! Der lang ersehnt Schützling kommt an.

Doch was genau muss eigentlich beachtet werden?

Erst einmal muss jedem Adoptanten klar sein, dass unsere Schützlinge in der Regel nur das Leben auf der Straße/ im Zwinger oder an der Kette kennen.

Nur ein kleiner Teil hat das Glück einmal in einer Familie gelebt oder auf einer unserer Not- Pflegestellen untergekommen zu sein.

Aber auch eine Pflegestelle (in der meist mehr als 15 Hunde leben) ist nicht vergleichbar mit einer Familie.
Sie kennen keine Spaziergänge, keine Sofa- Abende, keine Spielstunden, keinen Bauch voll mit hochwertigem Futter.

In der Regel wird der Hund nach Ankunft von unserem Fahrer in die Wohnung getragen.
Nachdem die Tür geschlossen ist können in Ruhe Geschirr und Halsband angelegt werden (mehr zum Thema Sicherung erfahren Sie hier).
Der Erfahrung nach hat der Hund als erstes das Bedürfnis sich zu entleeren.
Sofern der Hund nicht panisch verhält ist eine gut gesicherte Gassirunde empfehlenswert.

 

Nach dem Entleeren sollte dem Schützling Zeit zum trinken und zum fressen zu geben.
Erst dann sollten  bereits vorhandene Artgenossen/ Katzen und/ oder Kinder zum Kennenlernen eingeladen werden (weitere Infos zur Zusammenführung von Artgenossen finden Sie weiter unten).
Hier ist bitte zu bedenken, dass Kindern erklärt wurde, dass der Weggefährte eine lange und anstrengende Reise hinter sich hat und vorerst Ruhe benötigt.
Andere Tiere sollten zum Kennenlernen unbedingt gesichert sein.

Es ist nicht unüblich, dass die Hunde nach ihrem langen Aufenthalt im Zwinger und der Fahrt übel riechen.
Ob ihr neues Familienmitglied bereit für ein Bad ist entscheiden Sie am besten nach ihrem Bauchgefühl.

Zu diesem Zeitpunkt gibt es noch keine tiefe Vertrauensbasis, die durch – das für Hunde meist unangenehme Bad – zerstört werden könnte. Bei stark verängstigten Hunden raten wir aber generell eher das Säubern auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

 

Die Wichtigsten Erledigungen wären dann geschafft.
Für den Hund ist jetzt die Zeit gekommen sich auszuruhen und im neuen Zuhause zurecht zu finden.
Hierzu sollten Sie ihm Freiraum geben.

Bitte bedenken Sie immer, dass ihr Schützling bereits viel erleben musste.
Eine negative, stressige Stimmung sollte unbedingt vermieden werden!

Setzen Sie sich an ihren Lieblingsplatz, unterhalten Sie sich und versuchen sie den Hund nicht direkt zu beachten. Sobald er soweit ist wird er seinen Weg zu Ihnen finden!